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| Julio Cortázar (Text) & Behutsam surreal lotet der 1984 verstorbene argentinische Schriftsteller die Grenzen zwischen Realität und Fiktion aus: "Ich bin der Bär aus den Leitungsrohren im Haus". Was der tierische Erzähler auf seinen Wanderungen durch die Innenwelten des Hauses und der Wohnungen sieht, illustriert der Spanier Urberuaga in großartig komponierten Bildräumen, in denen uns der flammend-rote Bär durch seine nicht minder farbigen Erlebnisräume führt. Deutsch von Wolfgang Promies |
Heinz Janisch (Text) Zwei Jungen sitzen auf einer Bank und erleben dabei die größten Abenteuer allein durch die Kraft ihrer Fantasie. Ein Wort wird ausgesprochen und schon zur Realität. So donnert ein Mega-Zug an den beiden vorbei, schwingen Cowboys ihre Lassos, tauchen ein meerblauer Elefant und Turboschnecken mit Düsenantrieb auf. Mit minimalen Mitteln eröffnet Janisch, der österreichische Meister der kleinen Form, große Szenerien, die vom dänischen Künstler Soren Jessen fulminant-dynamisch in Bilder umgesetzt werden. Eine höchst lohnenswerte Bilderbuchreise! Zürich: Bajazzo Verlag 2009 |
Karla Schneider (Text) „Wenn ich der Jäger wäre, hätte ich es so gemacht“ sagt der kleine Junge. Aber Ottinka Taube, die in die Haut des Wolfes schlüpft, ist auch nicht auf den Kopf gefallen. Zwei Kinder spielen Rotkäppchen und alles wird immer wieder anders. Nur die Illustrationen bleiben immer gleich wunderbar: Voller wilder Emotionen wird mit Masken und Zitaten gespielt, wird ein großartig hungriger Wolf ins Buch geschickt und am Ende doch kein Blut vergossen. Herausragend! Köln: Boje 2009 |
Jürg Schubiger (Text) In 26 Versen von A bis Z beschreibt der große Schweizer Autor die Welt voller Witz und Tiefsinn und kann damit auch einem so alten Genre Neues abgewinnen. Die Illustratorin Pin tut in großen doppelseitigen Bildtafeln das ihre dazu: Mit satten Farben und komischen Figuren nimmt sie die Ideen und Späße auf, bringt je zwei Buchstaben zusammen und erzählt weiter. Wie heißt es bei D: Wuppertal: Peter Hammer 2009 |
Linda Wolfsgruber In allen Sprachen und Kulturen tragen Frauen die Namen von Blumen: Vom deutschen Heidekraut "Erika" über das schwedische Moosglöckchen "Linnéa" bis zur türkischen Tulpe "Lale" reicht der multikulturelle Bilderbogen. Die nur von den Namen und ihrer Übersetzung begleiteten Illustrationen geben den Blumen-Figuren ihre kulturellen Wurzeln, ganz ohne Klischees, aber mit viel Fantasie und herausragendem künstlerischem Können. Wien: Jungbrunnen 2009 |