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"Ab Seite 100 tun alle was sie wollen" Cornelia Funke im Gespräch

Von Staubfinger und Zauberzunge. Heidi Lexe über Funkes "Tintenherz"

 

 

Ab Seite 100 tun alle was sie wollen
Cornelia Funke im Gespräch mit Claus Philipp

Claus Philipp: Es sieht ganz so aus, als würden in den nächsten Jahren gleich mehrere Ihrer Bücher, darunter zuerst "Herr der Diebe", verfilmt. Wie empfinden Sie diese mittlerweile wahnwitzige Beschleunigung des Marktes? In vielen Fällen können sich viele Leser ein Buch gar nicht mehr richtig aneignen, viel zu schnell wird es ihnen von einer kollektiven Leinwandphantasie wieder weggenommen.

Cornelia Funke: Mittlerweile sieht das angeblich auch J.K. Rowling so: Sie hat die Rechte an "Harry Potter" zu früh verkauft. Natürlich kann man die Autoren, inklusive meiner Person, nicht davon freisprechen, dass sie sich zu schnell verführen lassen von der Leinwand. Ich bin halt ein furchtbarer Filmfreak …

… der schon im Vorspann von "Herr der Diebe" mit einer Widmung für Bob Hoskins quasi Besetzungsvorschläge macht …

Genau. Das verschmilzt bei mir alles. Und gerade in diesem Fall ist es ja Gott sei Dank noch so, dass der Film dem Buch einiges an Luft gelassen hat. Bei "Tintenherz" ist das Problem schon drastischer. Das Buch war noch nicht einmal veröffentlicht, da standen die Produzenten schon Schlange, darunter etwa Mark Odetzky, der "Herr der Ringe" gemacht hat. Also kriegt man da ein Angebot von jemandem, dessen Arbeit man wirklich bewundert, und man weiß genau, der fragt in zwei Jahren nicht noch einmal an …

Ist das wirklich so?

Das ist die Frage. Die Amerikaner zumindest sagten mir alle: Die großen Projekte sind irgendwann einmal vergeben, dann sind alle in der Entwicklung, und dann ist es vorbei. J.R.R. Tolkien hat ja übrigens die Rechte auch sehr früh verkauft, und heute ist es so: Newline hat selbst die Sequelrechte für den "Herrn der Ringe". Die könnten jederzeit einen weiteren Aragorn-Film machen und sich dafür auch selber die Handlung ausdenken. Auch Philip Pullman hat Sequel-Rechte zu seiner Trilogie "His Dark Materials" verkauft. Diesbezüglich habe ich mich zumindest gesträubt. Ich sagte: Ihr dürft das verfilmen, was ich schreibe, aber nichts darüber hinaus. Die Anwälte sagten mir zuerst: Dafür gibt es leider keinen Präzedenzfall. Alles oder nichts!

Das heißt: Die Studios eignen sich Figuren an, als würden Sie Matchbox-Autos kaufen.

Ich fand das so erschreckend, dass ich die Verhandlungen abbrechen wollte. Und dann hat Newline überraschenderweise eingelenkt.

Und das heißt jetzt: Möglicherweise müssen Sie, ähnlich wie Rowling, bei den weiteren "Tintenherz"-Büchern schon gegen eine Kinoversion anschreiben.

Klar, und dann fragt man sich schon: Warum widersteht man der Verführung nicht? Aber mir wurde halt auch gesagt: Ich krieg jeden Schauspieler, den ich will. Ich krieg den Regisseur, den ich will. Ich krieg die besten Drehbuchautoren. Da hat man halt schon große Lust, daran zu arbeiten, das auch zu sehen.

Jetzt versucht sich andererseits gerade "Tintenherz" daran, das Lesen zu propagieren: Eine Verführung durch Wortwelten – gegen das Kino. Und in vielen Zitaten aus der Jugendweltliteratur, die jeweils wie Erinnerungen die einzelnen Kapitel einleiten, bieten Sie ja förmlich Alternativen zum Harry-Potter-Einheitsbrei an.

Wobei ich im zweiten Band sicher auch Potter zitieren werde. Weil ich auch finde: Das Buch kann im Grunde nichts dafür, dass das mit ihm passiert ist. Es steht auch in der von mir so geliebten Tradition des großen angelsächsischen Erzählens, und Rowling hält ein erstaunliches Niveau. Ich find's dann auch problematisch, wenn ihr die ganzen Verfehlungen dieser Marketingmaschinerie angelastet werden. Da hat sie keine Schuld dran.

Wieso? Sie hat verkauft, offenbar für gutes Geld.

Aber sie sagt selbst immer, dass sie einen zu hohen Preis dafür bezahlt hat, dass die Bücher so berühmt geworden sind.

Haben Sie schon einmal mit ihr darüber geredet?

Nein, aber ich habe in England denselben Verleger und in den USA bei Lesungen dieselbe Agentin wie sie, und da höre ich halt einiges, und interessanterweise scheinen wir in vielen Dingen ähnliche Ansichten zu haben. Und mittlerweile muss ich sie immer öfter "beschützen", wenn ich Interviewanfragen kriege, wo ich ihr ans Zeug flicken soll: Frau Funke, die Rowling ist doch nur eine Geldmaschine … Das ist absurd: Sie hat nicht für Geld geschrieben, als sie angefangen hat. Und sie schreibt heute auch nicht für Geld, weil sie's nicht mehr muss. Sie ist eine Geschichtenerzählerin und insofern auch ein wenig Opfer dessen, was da gelaufen ist, eben, weil sie der Versuchung nicht widerstehen konnte. Was ich verstehen kann, weil ich ihren britischen Producer kenne und dem hätte ich auch so manches verkauft. Das ist einfach ein inspirierter, sehr begeisterter Mann.

Aber durchsetzen konnte er sich auch nicht gegen die brave Glattheit eines Chris Columbus.

Das mag schon sein. Jetzt beim dritten Film, den Alfredo Cuaron inszeniert, da war ich auf dem Set und habe erste Bilder gesehen: Das wird viel schräger, dunkler … Es ist halt sehr schwer, einen wirklich guten Regisseur für so ein Franchise-Unternehmen zu kriegen. Die großen Meister wollen meist nicht in eine Serie eingebunden werden. Auch Cuaron ist für mehr als einen Potter nicht zu haben. Also macht demnächst Mike Newell Teil 4: Ein ganz guter Regisseur, aber wo ist bei ihm ein Gefühl für das Düstere?

Die gönnerhafte Ignoranz der Medien
Bleiben wir kurz noch beim "Geschäftlichen" im derzeit boomenden Jugendbuch-Markt. Es heißt, Sie hätten große Anstrengungen unternommen, angesichts hoher Verkaufzahlen auch in die Spiegel-Bestsellerliste zu kommen.

Das Problem ist derzeit: Gegenüber so genannten "Jugendbüchern" ergehen sich die Medien meist in einer gönnerhaften Ignoranz, die erst dann innehält, wenn man über Erfolg und Verkaufszahlen berichtet. Ich bin jetzt langsam so weit, dass man mich zur "deutschen Rowling" hochstilisiert, werde in so eine Glamour-Ecke geschoben. Und plötzlich heißt es dann, wie im Fall Potter: Das ist ja möglicherweise gar kein Kinderbuch mehr. Das ist ein Erwachsenenbuch. Und als solches, aber nur als solches darf es in die Bestsellerliste. Das finde ich empörend. So der alte Trick: Das hat jetzt Erfolg, das ist also eigentlich "erwachsen". Und dann krieg ich Sprüche zu hören wie: "Das ist ja verschenkt für Kinder, dass da Literaturzitate drin stehen, für die man vielleicht sogar noch Rechte bezahlen musse."
Es herrscht halt eine ziemliche Uniformiertheit und Dummheit, was Bücher und erst recht, was Kinder betrifft. Dabei kriege ich die allerbesten Fanbriefe zu "Tintenherz" von Kindern.

Otfried Preussler sagt das auch immer.

Absolut. Da spürt man einfach ehrliche, direkte Reaktion. Lesen Sie einmal vor 400 Kindern. Die Fragen danach: Ein Vergnügen. Und dann kommt so ein Erwachsener und man merkt, der hat sich jetzt drei Stunden auf seine Frage vorbereitet, damit er sich nicht blamiert. Immer dieses Image, dass man mit sich und vor sich herumträgt. Die Kinder haben das Problem nicht, die fragen einen auch, wie der Hund heißt, den man hat. Und erzählen, was sie berührt und wo sie geweint haben. Insofern fand ich es schon arg, dass einerseits die Erwachsenen versuchen, so ein Buch für sich zu vereinnahmen, dass gleichzeitig aber die Spiegel-Bestsellerliste für ein Kinderbuch nicht offen ist. Mir kann das egal sein, aber für meinen Verlag hat's Konsequenzen. Also sagte der Verlag: Aber Rowling steht ja auch drauf auf der Liste? Ne, die wird von Erwachsenen auch gelesen. Und was ist mit "Artemis Fowl"? Wird auch von Erwachsenen gelesen …
Naja. Zumindest hat der Spiegel "Tintenherz" gut besprochen. Focus hat`s dann aus Trotz und Konkurrenz erst recht auf die Erwachsenenliste drauf gesetzt. So sind wohl die "Spielregeln" hier.

Warum werden die Hörbuchversionen von "Tintenherz" oder "Herr der Diebe" nicht von einer Frau gelesen. Ist es nicht eigentlich sehr wichtig, dass diese Bücher aus einer weiblichen Perspektive geschrieben wurden?

Das dachte ich zuerst auch. Aber Rainer Strecker liest schon sehr gut. In der amerikanischen Version liest Lynn Redgrave, und als ich das hörte, war ich zuerst sehr berührt, weil sie in einem meiner absoluten Lieblingsfilme, "Gods and Monsters" mitspielt. Aber sie macht zum Beispiel beim Lesen den Vater der Heldin Meggie, Mo, und ihren brüderlichen Freund Staubfinger älter, das gefiel mir nicht so gut. Und was Rainer Strecker mir durch sein Lesen verdeutlichte: Zwar wird das Buch aus Meggies Perspektive erzählt, es sind aber sehr viele Männer-Figuren und -Stimmen da. Von daher bin ich mit der deutschen Version sehr zufrieden.

"Tintenherz" erzählt, ähnlich wie Philip Pullmans "His Dark Materials", von einem Sich-Verlieren in einer anderen Welt, in diesem Fall: in einem Buch, was spätestens seit Michael Endes "Unendlicher Geschichte" ein fixes Motiv der Fantasy zu sein scheint –  nicht unbedingt neu, aber wie erklären Sie sich diese neue Vehemenz, mit der man heute den Weg nach "Fantasien" einschlagen muss, fast autistisch …

Ein interessanter Gedanke. Ich habe da noch nie darüber nachgedacht. Bei "Peter Pan" fliegen die Kinder einfach los, und dann sind sie ganz selbstverständlich in Nimmerland. Bei Pullman braucht man dazu schon ein Messer …

… und bei Ihnen kostet es auch schon ziemliche Opfer …

Im zweiten Teil wird das Hin- und Herswitchen leichter sein, aber Sie haben schon Recht: Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Leute sich das selbst immer weniger erlauben und jeder "Eskapismus" sofort verdächtig wird.

Andererseits: Diese Phantasie scheint jetzt von digitalen Bildern auch zu einem völlig anderen materiellen Aufwand hochgestachelt. Wenn man zum Beispiel Pullman liest, hat man doch permanent das Gefühl, der Autor arbeite sich einer Art zweitem "Star Wars" mit eigenen Ewoks und Chewbaccas entgegen.

Ich denke schon, dass er zuerst einmal sehr fasziniert ist von dem, was ihm da einfällt und vorschwebt. Ich hab' ihn kürzlich kennen gelernt, und fand ihn ziemlich faszinierend. Er hat da bei einem Lesefestival in England in einem Podiumsgespräch äußerst eloquent über C. S. Lewis' "Narnia"-Bücher gelästert …

… die Sie in Tintenherz ja auch zitieren …

Ich habe das geliebt, habe zwar heute auch so meine Schwierigkeiten damit, aber ich wollte meine Liebe nicht verraten. Jedenfalls: Pullman sagte, diese Verachtung der physischen Welt würde ihn furchtbar aufregen. Wir wären physische Wesen, und dazu müssten wir uns bekennen. Er sagte, er hasst es, wie unsere Kinder heute kontrolliert werden. Dass die auch einmal Mist bauen können müssen, draußen sein und gefährdet sein müssen. Dass man ihnen die Welt und die Wirklichkeit und auch ein Schmerzempfinden zurückgeben muss, die sie da verlieren.

Was für eine Rolle spielt für Sie selbst Schmerz – beim Schreiben eines Buches, das doch über sehr wesentliche Strecken von Verlust und Exil handelt? Da ist zum Beispiel diese Frau, Meggies Mutter, die in einem Buch namens "Tintenherz" verschollen ist, und von der nicht ganz klar ist, ob sie dort nicht glücklicher war als an der Seite ihres Mannes.

Ja, darüber musste ich mir beim Schreiben des zweiten Bandes auch erst klar werden, WAS die da für ein Leben hatte. Es ist schon seltsam: Je weiter man in so genannte "große" Geschichten rutscht, desto mehr holen einen Fragen wie die nach "Verlust" ein. Und nur das scheint ja auch als treibendes Element zu funktionieren. Selbst bei Dickens wird es immer gräulich kitschig, wenn die Charaktere glücklich sind. Selbst bei "Peter Pan" funktioniert es nicht wirklich, wenn sie glücklich sind. Wer weiß, vielleicht üben wir beim Schreiben und Lesen gerne für Gefahrenmomente.

Alexander Kluge würde sagen: Wir impfen uns …

Ja, Literatur als Impfung gegen das Unglück: Ein sehr guter Gedanke. Tolkien sagte immer: Es geht alles nur um den Tod.

Er zehrte dabei von Kriegserfahrungen.

Ich wiederum könnte jetzt kaum auf eigene Erlebnisse verweisen. So viel Dramatisches habe ich noch gar nicht erlebt. Aber man scheint trotzdem an Dinge heranzukommen, die Menschen bewegen oder beunruhigen. Man muss ja nur Kinder haben, und ahnt schon wie sich das anfühlen würde: Verlust. Man hat ja vor nichts anderem so viel Angst. Und ein Gefühl habe ich schon, das ich auch einfließen habe lassen in dieses Buch und da vor allem in die Figur des Staubfinger: Seit ich ein Kind bin, denke ich, dass ich eigentlich am falschen Ort bin. Dass ich nicht weiß, wie ich dahin gekommen bin, wo ich bin. Dass das alles eigentlich nicht passt. Dass die Wirklichkeit unwirklich ist. So, als hätte man mich aus einer völlig anderen Geschichte herausgeholt.

Sie sind im falschen Film?

Ja, irgendwie schon. Die meiste Zeit empfinde ich Realität als sehr bizarr. Auch jetzt, in dem Hotelfoyer, wo wir gerade reden. Und dieses Gefühl geht nicht weg. Staubfinger, der Märchen- und Romanheld wird im zweiten Teil in seine Welt zurückkehren: Ist das Gefühl dann weg? Und wenn es weg ist: Was ist dann? Wenn man da ist, wo man denkt, da passt man …

Wobei das ja auch schon in Ihrem ersten großen Roman "Drachenreiter" ein wichtiges Motiv ist: Der zwergenhafte Homunkulus etwa, der da die Helden begleitet, auch er leidet an seiner Fremdheit in der Wirklichkeit.

Ja, der ist auch fremd und wie Staubfinger ist er eigentlich ein künstliches Geschöpf. Was hat der für ein Gefühl mit sich selber.

Ich habe keine Ahnung, wie es enden wird
Der Dichter Fenoglio, der in Ihrem Buch Staubfinger und das Universum von Tintenherz erfunden hat und der sehr unvermutet mit seinen Geschöpfen konfrontiert wird – hatte der ein Vorbild?

Den Namen hat er von dem ligurischen Dichter Pepe Fenoglio, den ich sehr bewundere und der leider sehr jung gestorben ist. Als Figur entwickelte er ein sehr großes Eigenleben. Er wurde von Anfang an anders, als ich gedacht hatte. Er benimmt sich anders. Und er ist auch ganz anders als ich. Jemand hat mich gefragt, ob ich irgendwann das richtige "Tintenherz" schreiben würde. Da sagte mein britischer Verleger: "Das geht nicht. Sie schreibt nicht wie Fenoglio." Das stimmt. Ich sehe ihn so: Fenoglio liebt alles, was er tut, vollkommen skrupellos.

Ein wenig wie Meister Gepetto in "Pinocchio"?

Das käme ganz gut hin.

Noch auf den besten und zugleich schlimmsten von ihm geschaffenen Bösewicht blickt er voll Stolz.

Ja, und insofern war's jetzt bei Band zwei besonders reizvoll, wie wiederum er sich in der von ihm geschaffenen Welt bewegt, über die er keine Kontrolle mehr hat. Er wäre gerne der König in dieser Welt. Aber er hat für sie eine feudalistisch organisierte Gesellschaft ersonnen, und in der wiederum ist er als Dichter keine besonders bedeutende Figur. Er lebt da quasi als Hofpoet von fürstlichen Gnaden, ist aber gleichzeitig der "Gott" dieser Welt. Er hat sich eine Geschichte erdacht, die wie ein Moloch wächst, über ihn hinweg: Eine aufregende Konstellation auch für mich. Ich hatte selbst das Gefühl, dass mich dieses Buch "frisst". Ich habe keinerlei Kontrolle darüber, wo das hingeht, wie das endet.

Wie bei einem Fortsetzungsroman im alten feuilletonistischen Sinne – und gleichzeitig wird das Ganze schon als Trilogie angekündigt und vermarktet. Wussten Sie von Beginn an, dass es eine wird?

Nein. Ich hab' nicht einmal jetzt eine Ahnung, wie es enden wird. Und ich liebe das. Ich wollte anfangs auch keine Trilogie schreiben. Aber dann habe ich das Buch gerade zum dritten Mal redigiert – das tu ich immer fünf Mal – und plötzlich wollte ich selber wissen: Wie geht denn das jetzt weiter? Und während ich am zweiten Band arbeitete, ist mir irgendwann einmal in England, im Taxi, das Ende eingefallen. Und ich wollte dieses dramatische Ende nicht. Aber es ließ sich nicht vertreiben. Und die 100 Seiten, die sich dann also entspannen, legten jetzt die Notwendigkeit eines dritten Teils. Was da kommt: Ich weiß es nicht. Ich sammle gerade Ideen. Damit ich mir, wenn ich jetzt Teil 2 fertigstelle, nicht Brücken verbaue. Ich habe im ersten Band nämlich dumme Fehler gemacht, wie etwa, dass Staubfinger sagt, in seiner Welt seien die Feen alle blau. Jetzt kann ich das nicht mehr ändern. Eine gefährliche Sache!

Sie schreiben schnell?

Ich schreibe schnell, wenn ich endlich mit dem Schreiben anfange. Zuerst wird ausgiebig recherchiert. Da lese ich zum Beispiel ein halbes Jahr lang über Buchwahnsinnige, Buchdiebe, Sammler. Es gibt da zum Beispiel diese Amerikanerin, Ruth Baldwin: Die sammelte gebrauchte Kinderbücher. Und kein Kind durfte in deren Nähe kommen. Ich fülle meine Schatzkiste mit solchen Episoden und entwickle dann einen Plot von etwa 20 Kapiteln. Und etwa ab Seite 100 tun, wenn ich einmal mit dem Schreiben begonnen habe, alle, was sie wollen. Dazu muss ich ihnen anfangs auf die Beine helfen, aber dann …

Sie korrigieren also auch nicht mehr von hinten nach vorn?

Doch, manchmal muss man eben für spätere Episoden vorn etwas umbauen.

Sie schreiben am Computer?

Ja, auf so einem tragbaren Notebook. Der heißt Mad Max und den habe ich immer dabei. Den liebe ich. Früher, mit der Schreibmaschine, habe ich mir höchsten drei, vier Überarbeitungen geleistet, weil ich nicht immer wieder alles neu tippen wollte. Jetzt gehe ich wieder und wieder drüber. Beim "Herrn der Diebe" hatte ich irgendwann einmal 14 Fassungen.

Die Figuren aus "Tintenherz" tragen Namen, die Übertragungen ins Englische und damit in den internationalen Markt sehr erleichtern: Meggie, Mo, Staubfinger ("Dustfinger"), Capricorn. Sie kommen eher aus dem Englischen als aus dem Deutschen …

Richtig. Ich habe mit meinem Vaterland so meine Probleme. Ich fühle mich nicht sonderlich in der deutschen Kultur verwurzelt, bin vollkommen süchtig nach der angelsächsischen Erzähltradition. Sogar die Märchen kenne ich etwa in Irland besser als in Deutschland.

Die Feen in "Tintenherz" sind ja auch sehr eindeutig keine deutschen Feen.

Ich denke manchmal sogar, ich müsste mich da wieder einmal ranpirschen. Aber wie sagte ein norwegischer Dichter einmal so treffend: Man habe die Diebe gefangen, aber das Diebesgut sei verloren. Das heißt: Unsere ganze Mythologie ist so behaftet mit rechten Ideologien, dem Faschismus, dass man im Grunde damit nichts mehr zu tun haben will. Und ich habe da auch wirklich einen blinden Fleck.

 

 

 

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Das nebenstehende Gespräch ist in 1000 und 1 Buch 1|2004 erschienen. Die Ausgabe ist der Fantasy und Phantastischen Literatur gewidmet.
Mehr aus dieser und über diese Nummer

 

 

Claus Philipp, Wien, ist Leiter der Kulturredaktion der Tageszeitung "Der Standard".

 

 

 

 

 

 

 

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Hörbuchversion von Tintenherz ist bei Jumbo erschienen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heidi Lexe ist Mitarbeiterin in der STUBE - Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur, hat einen Lehrauftrag an der Universität Wien und ist Redaktionsmitglied von 1000 und 1 Buch.
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Leg dich schlafen, denn schon geht der Mond unter, und was jetzt kommt, ist nicht für Deine Augen bestimmt.

Soweit der Rat der Kaa an Mowgli – eines jener literarischen Zitate mit denen Cornelia Funke die Kapitel ihres Romans einleitet. An Schlaf jedoch ist nicht zu denken. Obwohl Meggie sicher froh gewesen wäre, wenn sie sich dem Schrecklichen entziehen hätte dürfen: Sie hätte nicht erfahren müssen, wer Capricorn ist und sie hätte dessen Wunsch nach Macht und Reichtum nicht schmerzhaft am eigenen Leib verspürt. Denn die breite Tradition an Geschichten, auf die mit den einleitenden Zitaten verwiesen wird, umfasst zuallererst die Wirkung, die diese Geschichten auf ihre LeserInnen ausüben (können). In Meggies Fall geht die suggestive Kraft von Literatur sogar soweit, dass eine Geschichte in der Geschichte sich verselbständigt.

Schuld daran trägt Meggies Vater – doch erst nach und nach gelingt es Meggie zu begreifen, warum. Ihr bescheiden und beschaulich verlaufendes Leben ändert sich schlagartig, als der geheimnisvolle "Staubfinger" eines Nachts bei ihr und ihrem Vater Mo auftaucht. Alarmiert verlassen die beiden die Stadt und reisen zu Elinor. Mit der verschrobenen, ganz in der Welt ihrer Büchersammlung festgefahrenen Tante gelingt der Autorin eine außerordentlich liebenswerte Figur ( – auch dann, wenn die feste Bindung der drei Hauptfiguren an die Welt der Bücher ein wenig zu offensive Formen bibliophiler Erziehung annimmt). Und doch lagert inmitten von Elinors papierenen Schätzen ein Buch, von dem Meggie nicht ahnt, dass es ihr Leben bestimmt (und den sprechenden Titel "Tintenherz" trägt). Staubfinger ist es, der mit seinen geschickten Feuerspuckerhänden die Wahrheit an die Oberfläche spielt und das Geheimnis der "Zauberzunge" lüftet: Vor Jahren hat Meggies Vater unbeabsichtigt Figuren aus "Tintenherz" herausgelesen. Eine dieser Figuren, der machthungrige und gefühlskalte Capricorn, ist seit Jahren auf der Suche nach Mo, um seinen Reichtum und seine Gewaltherrschaft mit der Hilfe von dessen Vorlese-Fähigkeiten weiter auszubauen. Und Capricorn scheut vor nichts zurück; auch nicht vor Entführung, Erpressung und Mord.

Mo, Elinor und Meggie werden von Capricorn und seinen Männern in sich überschlagende Ereignisse und Gefahrensituationen verstrickt. Einen letzten Ausweg, um Capricorns Treiben ein Ende zu bereiten, gibt es jedoch: Fenoglio, der Autor von "Tintenherz", muss dazu gebracht werden, seinen Text umschreiben, um Capricorn mit dem Vorlesen der Neuversion in die Schranken seiner eigentlichen Welt zu verweisen. Auf erzählerisch raffinierte Art werden damit die Gesetze der Gleichzeitigkeit aufgehoben und die Autorität des Autors über den Text sowie die Verselbständigung von Figuren koexistent nebeneinander gestellt.

Wer übrigens eine Ahnung davon bekommen will, worin die Vorlesefähigkeiten einer Zauberzunge liegen, dem sei die geniale Hörbuchfassung des Romans (gelesen von Rainer Strecker und musikalisch gestaltet von Ulrich Maske) empfohlen.

 

 

 

Der Beitrag von Heidi Lexe erschien in 1000 und 1 Buch 1|04

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Maren Bonacker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität im Fachbereich Anglistik (Forschungsschwerpunkt phantastische Kinder- und Jugendliteratur);
als freie Mitarbeiterin der Phantastischen Bibliothek Wetzlar Mitglied in der Jury, die jährlich den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar verleiht; als freie Journalistin schreibt sie für verschiedene Medien, u. a. das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel

 
 
 
 

 

 

 

 

Die Liste der Bücher, die Cornelia Funke in den vergangenen zehn Jahren für Kinder und Jugendliche geschrieben und zum Teil auch selbst illustriert hat, ist lang – die Liste mit Auszeichnungen, die ihr für ihr Werk zuteil wurde, kaum kürzer. Mit schöner Regelmäßigkeit erscheinen ihre Buchtitel auf der Auswahlliste zum Zürcher Kinderbuchpreis "La vache qui lit", der ihr im Jahr 2000 für den phantastischen Kinderroman "Herr der Diebe" endlich auch verliehen wurde. Dasselbe Buch schaffte es ein Jahr später auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises und wurde mit dem Kinderbuchpreis der Jury der jungen Leser in Wien honoriert, ebenso mit der Kalbacher Klapperschlange und dem Evangelischen Buchpreis 2002. "Die Wilden Hühner und das Glück der Erde", im vergangenen Jahr auf der Bestenliste der Jury der jungen Leser Wien, ist derzeit nominiert für den Deutschen Bücherpreis des Börsenvereins – auf der Hühner-, pardon, Karriereleiter geht es steil bergauf.

Auch auf internationaler Ebene setzt sich diese Erfolgsgeschichte fort. Könnten sich Cornelia Funkes Bücher bewegen, wie die Zauberbücher von Igraine Ohnefurcht, würden sie unruhig auf ihren Regalen herumzappeln, denn sie sind im Begriff, eine spannende Reise um die Welt anzutreten. In England nahm das Abenteuer seinen Anfang: Die zweisprachig aufgewachsene elfjährige Clara, Nichte einer Lektorin des erst vor einem Jahr gegründeten Verlages "The Chicken House", war so fasziniert von "Herr der Diebe" und "Drachenreiter", dass sie nicht aufhörte, sie dem Verlag zu empfehlen. Was hätte überzeugender sein können, als diese hartnäckige, kindliche Begeisterung? Zwischenzeitlich waren auch andere Verlage auf die Bücher aufmerksam geworden und überboten sich gegenseitig mit ihren Angeboten. Dass mit Barry Cunningham, dem früheren "Bloomsbury"-Lektor und Entdecker von Joanne K. Rowling, tatsächlich der Verlagsleiter von "The Chicken-House" den Zuschlag erhielt, scheint wie ein gutes Omen – das sich bereits durch positive Rezensionen u. a. in The Guardian bestätigt.

Verlorene Wackelzähne, Klassenfahrten, Pferdediebe, sprechende Burgen, mondschimmernde Drachen und ein kraftloser Flaschengeist – das Geheimnis des Erfolges ist offensichtlich: Aus alltäglichen wie aus phantastischen Begebenheiten kann Cornelia Funke gleichermaßen fesselnde Abenteuer spinnen, die längst nicht nur von Kindern mit Begeisterung gelesen werden. Besonders der "Herr der Diebe", beinahe eine Antwort auf James M. Barries Peter Pan, begeistert Leser und Leserinnen zielgruppen-übergreifend. Wie in Barries Geschichte kümmert sich mit Scipio auch hier ein Junge um elternlose Kinder, doch ist er – anders als Peter Pan – nicht von dem Wunsch beseelt, ewig jung zu bleiben, sondern möchte vielmehr so schnell wie möglich erwachsen und damit selbstständig und unabhängig werden. Vor der malerischen Kulisse Venedigs wandelt sich die reale Welt erst ganz allmählich in einen Ort des Zaubers: Ein magisches Karussell lässt diejenigen, die darauf fahren, nach Wunsch altern oder gibt ihnen lang verloren geglaubte Jugend zurück.

Erlaubt in solchen von magic realism durchdrungenen Romanen das Element des Phantastischen eine scheinbar ideale Lösung aller Probleme, stoßen die kindlichen Protagonisten in den rein realitätsbezogenen Kinderbüchern durchaus an Grenzen. Sprotte und ihre Freundinnen der Mädchengang "Die Wilden Hühner" ärgern sich so nicht nur mit den frechen Jungs aus der Schule herum, sondern müssen betroffen und hilflos mit ansehen, wie einer ihrer Freunde vom Vater misshandelt wird. Aus dieser misslichen Situation finden hier keine übermächtigen Superkids einen wundersamen Ausweg – das Problem bleibt ungelöst, so wie Kinder selbst auch häufig akzeptieren müssen, nicht wirklich helfen zu können.

Doch findet man wirklich böse Charaktere, wie hier Willis Vater, bei Cornelia Funke nur selten. Und wenn, sind sie meist so sehr überzeichnet, dass sie (wie der gierige Barbarossa in "Herr der Diebe" oder das fiese Ehepaar Schnorchel in "Lilli, Flosse und der Seeteufel") eher wie Karikaturen wirken denn wie real-glaubhafte Figuren.

Um so authentischer sind die Kinder. Hier zeigt sich die besonders gute Beobachtungsgabe von Cornelia Funke, die nach ihrer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin zunächst auf einem Bauplatz mit zum Teil sozial benachteiligten Kindern arbeitete, bevor sie sich zu einem Studium der Buchillustration entschloss. Bandenkriege, wie sie in "Die Wilden Hühner" thematisiert werden, Ferienjobs mit Hindernissen, wie sie Greta und ihre Freundin in "Greta und Eule, Hundesitter" bewältigen oder der verzweifelte Kampf gegen die Willkür von Erwachsenen, den Dolly mit Hilfe ihrer unkonventionellen Großmutter in "Hände weg von Mississippi" durchzustehen hat - immer werden mit den Protagonisten glaubhafte Kinderfiguren geschaffen, wie sie sich jeder im eigenen Freundeskreis wünscht. Nicht von ungefähr schreiben so viele begeisterte Jungen und Mädchen im virtuellen Gästebuch der "Wilden Hühner" direkt an Sprotte, Trude, Frieda, Melanie oder Wilma; Cornelia Funke wird jeweils im post scriptum gegrüßt...

"Lust auf Lesen machen" ist sicher eine der Hauptintentionen der selbst lesebegeisterten Autorin. Dabei unterscheidet sie weder zwischen Jungen und Mädchen noch zwischen Kindern und Erwachsenen. Mit vielen Ideen und Phantasie schafft sie wunderbare Abenteuer, denen man anmerkt, wie viel Spaß sie selbst beim Schreiben (und Zeichnen – sie illustriert die meisten ihrer Bücher selbst) hatte. Eine ihrer besonderen Stärken liegt darin, dass sie phantastische und magische Elemente mühelos in eine reale Welt einfließen lassen kann. Dies kann der Weihnachtsmann sein, der in "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" in einem Wohnwagen in Bens Straße wohnt und allen Gefahren, in einen Schokoladenweihnachtsmann verwandelt zu werden, zum Trotz mit glitzernden Nordpolglühwürmchen und goldenen Nüssen den Zauber einer weißen Weihnacht vermitteln will. Oder die stets ärgerliche Fee, die in "Potilla und der Mützendieb" den schüchternen Arthur überredet, ihr im Kampf gegen einen skrupellosen Räuber beizustehen. Immer sind die Geschichten so geschrieben, dass man nach dem Lesen etwas neugieriger und aufmerksamer durch die Welt läuft, um nur ja die eigenen phantastischen Abenteuer nicht zu verpassen.

Es macht Cornelia Funke Spaß, typische Rollenklischees zu verdrehen und die Welt mit Fabeltieren und Magie zu füllen. Die Ideen kommen oft ganz spontan, und nicht immer verläuft ein Roman nach Plan. Beim Drachenreiter war es schließlich so dramatisch, dass ich morgens vollkommen überrascht wurde von dem, was im jeweiligen Kapitel passierte, sagt die Autorin in einem Interview. Die Abenteuer, die der Waisenjunge Ben und das Koboldmädchen Schwefelfell auf ihrer Reise rund um die Welt auf dem Rücken des silbernen Drachen Lung bestehen müssen, lesen sich wie ein witzig-spannender Reiseführer durch ein Lexikon der Fabelwesen. Und nicht alle Begegnungen mit Elfen, Homunkuli, Steinzwergen und vielen mehr sind Ben wirklich willkommen! Besonders nicht die mit dem Nesselbrand, dem Goldenen, der als gefährlichstes, Drachen jagendes Ungeheuer zu Lungs Verfolgung aufgebrochen ist und sich der kleinen Truppe langsam aber sicher nähert.

Vor solchen Begegnungen sei Cornelia Funke bewahrt, wenn sie selbst im September zu einem Abenteuer ganz anderer Art aufbrechen wird. Eine Lesereise durch die USA ist geplant, wo "Scholastic" parallel zu "The Chicken House" den Vertrieb der englischen Ausgabe von "Herr der Diebe" übernehmen wird. Beim legendären "Scholastic Imprint Brunch" im Rahmen der American Librarian Association (ALA) gab es einen kleinen Vorgeschmack: Als einzige europäische Autorin wurde Cornelia Funke den rund 800 angereisten BibliothekarInnen im Rahmen der Programmvorstellung präsentiert.
Fünf Städte in einer Woche – schlafen, signieren, lesen, signieren, schlafen. Wer die in Hamburg in einem "Kaffeemühlenhaus" lebende Autorin kennt, weiß, dass diese Lebensweise so gar nicht ihrem Ideal entspricht. Oberste Priorität hat nach wie vor die Familie. Für die Lesereise wird diese kurzerhand eingepackt – und auch der achtjährige Ben kommt nach anfänglichem Zögern ("Da gibt`s doch Krokodile...?!") mit, nachdem er gehört hat, dass man in Amerika Waffeln zum Frühstück bekommt.
Lesereisen dieses Ausmaßes werden in Zukunft jedoch eher die Ausnahme sein. Nicht um Medienpräsenz, Ruhm oder das ganz große Geld geht es Cornelia Funke, sondern um ein glückliches, zufriedenes Leben, zu dem in entscheidendem Maße ihre Familie, die Pferde und das Schreiben gehören. Ein neuer phantastischer Roman ist im Entstehen und auch die Wilden-Hühner-Fans dürfen nicht zu kurz kommen.
Von Amerika bis Asien gibt es Angebote für Lizenzen, auch über die weltweiten Filmrechte wird derzeit verhandelt. In England war die erste Auflage von "Herr der Diebe" bereits vor dem Erscheinen im Juli dieses Jahres komplett ausverkauft. Ein Phänomen, das den Medien vor allem in den letzten Jahren nicht ganz unbekannt ist ... Ein phantastischer Erfolg, zu dem man nur herzlich gratulieren kann!

 

Der Beitrag von Maren Bonacker erschien in der Nummer 3|02 Von 1000 und 1 Buch

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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